Saal Digital
Fotos & Berge
31.08.2016 / Reise

Oggebio • Lago Maggiore

Mittwoch
Fahrt (durch die gesamte Schweiz, ist ja gar nicht so groß) zu einer idyllischen Ferienwohnung in einer Superlage 200Hm über dem See. Ein Schrägaufzug ist auch vorhanden. Die Sonnenaufgänge werden – soviel ist jetzt schon sicher – unvergeßlich sein.
Der zweitgrößte See nach dem Gardasee, bis zu 370m tief und 190Hm über dem Meerespiegel.3
Cena: Spaghetti aglio e olio mit Thunfisch und Salat.

Donnerstag
Monte Morissolino 1410m
Dunst liegt über dem Land. Die Berge sind Schemen.
Eine längere Fahrt im Hinterland bis in den Sattel Il Colle.
Wir gehen zunächst zur Cima di Morissolo, mit drei Kreuzen und Tiefblick auf den See, wieder zurück in einen kleinen Sattel, der Erste Weltkrieg zeigt seine Bauwerke, und weiter auf dem Kamm zum höheren Monte Morissolino. Wieder ein dunstiger Tiefblick.
Anschließend noch ein Bad in Cannero Riviera (Riviera!).
Cena: Hackfleisch-Taler mit Kartoffelbrei und Möhren.

Freitag
Von Cannero nach Cannobio
Eine Wanderung auf einer Mulatteria oberhalb des Sees mit einem gewissen, aber endlichen Reiz, durchaus schweißtreibend bei der Schwüle. In Cannobia sehe ich in einem Laden einen Kühlschrank mit Bier. Zugriff. Das Schiff bringt uns zurück.
Cena: Grillspieße (na ja) mit Salat.

Samstag
Kulturtag. In Verbania besuchen wir den üppigen Botanischen Garten Villa Taranto (Lotusblüten) und per Schiff die Borromäische Insel Isola Bella mit dem beeindruckenden Palast, der Muschelgrotte und dem Garten (weiße Pfauen).
Cena: Würstl und Zucchini und Reis.


Sonntag
Badetag. Und wir sehen eine Wasserschlange und zwei Taucher.
Cena: fällt aus wegen Dissens.

Montag
Val Grande
Endlich klare Sicht. Für die große Runde im Nationalpark.
Wir fahren über Verbania auf schmalster Straße nach Bignugno und parken auf dem letzten der drei Parklätze. Der Weg führt durch Laubwald hoch über dem Rio di Val Grande vorbei an verlassenen Almen mit gelegentlichen Ausblicken. Bei einer Kapelle steht auf dem Wegweiser, dass der Weiterweg gesperrt sei, wir sollen auf den Weg eine Etage höher ausweichen. Machen wir. Manchmal geht es rechts senkrecht runter, kaum zu glauben im Wald. Abstieg zur Ponte Velina und kurz weiter hinunter zu den Wassern des Rio. Ein Fuß- und Ganzkörper-Bad. Dann gibt es wieder mehr Aufstiege als Abstiege, durchaus spannend, aber auch länglich, und wir erreichen Cigogna, einige Häuser in den weiten Laubwald-Hängen. Der noch weite Abstieg auf der Straße nach Bignugno wird erleichtert, ein Auto hält und nimmt uns mit.
Cena: Nudeln mit Hackfleischsoße und Salat.

Dienstag
Wieder ein Badetag. Verdient.
Cena: Pizzeria.

Mittwoch
Monte Faié 1332m
Über Verbania fahren wir auf einem Bergrücken hinauf bis zum Ende der Straße auf der Alpe Ompia. Zuerst zu dem Refugio Fantoli, und dann weiter zum Monte, im Buchenwald angenehm kühl, wegen der Steilheit den Blick konzentriert auf die Wurzeln am Boden gerichtet, eher zufällig hebe ich den Kopf und sehe den Monte Rosa 4600m vor mir – unerwartet, unvorstellbar.
Weiter links jede Menge Seen auf 200Hm – Lago d’Orta, Lago di Mergazzo, Lage Maggiore, Lago Monate, Lago di Varese.
Wir folgen dem Gratverlauf bis in die Colma di Vercio, steigen zu den verlassen wirkenden Ferienhäuschen von Vercio ab und queren zurück zur Alpe Ompio.
Cena: Bratwurst mit Brot und Salat.

Donnerstag
Pizzoni di Laveno 1018m
Wieder diesig, schade.
Auch auf der Ostseite des Lago sind Berge. Unsere Tour beginnt also mit der Fähre von Intra nach Laveno. Das Navi kennt zwar alle Straßen, jedoch nicht ihre Breite. Und so wird es in Cittiglio immer enger, das Auto eingeklemmt zwischen Häuserwänden. Aber ohne Schrammen an Leib und Lack fahren wir hinauf nach Vararo und parken. Durch den Ort, zum Passo Cuvignone und über den Kamm nach Westen, der Weg ist eingebüscht, rechts unten spüren wir das Blau des Lago. Und plötzlich ist der Blick frei, der Sprung in die Riesen-Badewanne scheint möglich. Gegenüber, unten liegt Verbania.
Über den Passo Barbè zurück nach Vararo.
Die Temperaturen erzwingen geradezu das Fahren mit offenen Fenstern, und so bekomme ich am Nachmittag eine Bindehautentzündung.
Cena: Tortellini mit Salat.

Freitag
Meine Lichtempfindlichkeit aufgrund der Bindehautentzündung macht eine Tour unmöglich, also wird gelesen, Lesen bildet, und dann fahren wir nach Cannobio, Lustwandeln auf der Strandpromenade.
Cena: Pizzeria.
Mit Gudrun.