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Fotos & Berge
15.07.2013 / Bergtour

Einstein 1866m • Allgäuer Alpen

Ein Abstecher ins Tannheimer Tal. In Berg fahre ich hoch bis zum Gasthaus Schäferhütte, wo ich rechts noch den anderen der beiden Parkplätze besetze.
Der Aufstieg zum Einstein ist gut beschildert. Die Schwüle lässt mich gut schwitzen. Oben angekommen macht Einstein seinem Ruf alle Ehre, eine tolle Ausssicht, trotz der dunstigen Luft.
Der Abstieg über den Ostgrat zum Rappenschrofen ist nun die Herausforderung. Ein Stück geht es auf dem Normalweg hinunter, dann weiter Richtung Engetal, und schließlich direkt auf dem Grat weglos weiter. Der Grat ist ein richtiger Grat. Hinter dem Felsenfenster wartet eine kurze ausgesetzte Querung, und den bereits vom Einstein aus sichtbaren Felskopf erklettere ich (klingt super, ist aber unschwierig) an der linken Kante. Laut Beschreibung wär’s das gewesen, eigentlich.
Der Abstieg von dem Felskopf überrascht allerdings mit einer kurzen nicht so unschwierigen Stelle. Ich gehe den Graskamm weiter bis zu einer Sonnwend-Feuer-Stelle. (Wie sind die eigentlich hierher gekommen?) Soll ich hier nun rechts runter? Schaut nicht einladend aus. Der weglose Abstieg ist leicht, heißt es. Ich folge aber meiner Intuition (klingt wieder super, oder?) und gehe nach Osten, bis ich meine, jetzt reicht’s, dann nach Süden, steiles Gras, und dann Brösel-Fels, und ich lande auf Almwiesen. Eigentlich sind ja überall Straßen, nur hier nicht, also gehe ich – wie bereits gewohnt weglos – nach Westen und erreiche schließlich eine Teerstraße, den Höhenweg, der mich direkt zum Auto zurückführt.
Vom Tal aus betrachte ich jetzt die gesamte Flanke vom Einstein bis zum Rappenschrofen. Erosionshänge. Die Betrachtung hätte vor der Tour erfolgen müssen. Des weiteren habe ich wieder mal gelernt, Beschreibungen sollten überprüft werden.