Namibia – Afrika

5100 km in einem anfangs weißen Renault Duster. Aber zuerst von MUC über Doha/Katar nach Windhoek. Die Unterkünfte sind gebucht, also los…

Giant’s Playground und Köcherbäume
Vom Flughafen fahren wir auf der linken Seite nach Süden, die Sonne steht im Norden, verbringen die erste Nacht im Kalahari Farm House, fahren weiter zur Maritz Country Lodge bei Keetmanshoop. Wir laufen durch den Giant’s Playground, schauen Köcherbäume und Klippschiefer an.

Fish River Canyon
Der zweitgrößte Canyon der Welt. Im Canyon Village bleiben wir für zwei Nächte. Wegen des Lichts ist früher Aufbruch zu den Aussichtspunkten angesagt. Das Auftauchen eines Sauriers aus einer der Schluchten wäre nicht überraschend.

Kanaan Desert Retreat
Die Unterkunft im Niemandsland. Gigantisch. Was für eine Weite. Und für die Nacht liegt die Wärmflasche im Bett.

Sossusvlei
Wir übernachten außerhalb des National Parks im Desert Camp. Am Morgen bei Öffnung des Parks fahren wir mit Vollgas – wie alle anderen – die 60km zu den Dünen, die letzten Kilometer mit 4WD durch tiefen Sand. Wir besteigen Big Daddy, über 300m hoch, und durchqueren das gespenstische Deadvlei mit den abgestorbenen Kameldornbäumen. Bei der Rückfahrt bleiben wir im Sand stecken.

Naukluft Berge
Vom Naukluft Camp aus unternehmen wir zwei Wanderungen, den Waterkloof-Trail und den Olive-Trail (an seinem Ende warten mental fordernde Ketten an senkrechter Wand). Landschaftlich reizvoll, durch trockene Bachbette, über Hochebenen, durch Canyons. Beide Trails sind mit Schuhsohlen markiert.

Swakopmund
Wir übernachten in Sam’s Giardino, Samuel ist Schweizer.
Für den Vormittag haben wir eine Robben-Tour gebucht, im Kajak mit den Robben Aug‘-in-Aug‘, und für den Nachmittag eine Fahrt zur Lagune Sandwich Harbour, die wir aber wegen Flut nicht erreichen können. Am nächsten Tag besuchen wir Welwitschia, die deutlich älter ist als wir.

Cape Cross
Nördlich von Swakopmund liegt Cape Cross Seal Reserve. Während der Paarungszeit sollen sich hier bis zu 200000 Robben vergnügen.

Skeleton National Park
Nach dem Passieren des Gates erwartet uns ein veritabler Sandsturm, durch den Gudrun geschickt hindurch fährt. Am Atlantik ist Terrace Bay der nördlichste, mit dem Auto zu erreichende Punkt. Hier ist nichts los. Die Abgelegenheit ist fast körperlich spürbar, faszinierend.

Fingerklippe
Wieder zurück ins Landesinnere zur Damara Mopane Lodge. Unterwegs bohrt sich einen Eisenteil in den Reifen. Der Reifenwechsel ist einfach, ein neues Ersatzrad zu bekommen schon schwieriger. Wir gehen an den Fuß des Felsenfingers und schauen die Landschaft an. Nicht zu übersehen ist – wie an vielen anderen Orten auch – die Armut.

Etosha National Park
Etosha, das heißt viele, viele Tiere – endlich. Wir haben zwei Stützpunkte: Mopane Village Etosha liegt außerhalb des Parks, und das Halali Camp innerhalb, geschützt von einem hohem Zaun. Wir fahren durch den Park, Tiere nah und fern, zu den Wasserlöchern, hier herrscht viel Betrieb, bleiben immer (gerne) im Auto. Am Rand der Etosha-Pfanne wirkt die Erde wie eine Scheibe. Die Tiere, ihr Miteinander, die Weite, die Herden – all das wirkt zeitlos und lehrt Demut.

Mit Gudrun.

Ein Diashow gibt’s auch: „Die Erfahrung der Weite“.