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Fotos & Berge
14.02.2016 / Reise

Obernberg • Stubaier Alpen

Skitouren im Obernbergtal kurz vorm Brenner – auf geht’s! Almi’s Berghotel in Obernberg ist das Basislager, die einzig mögliche Unterkunft.


Rötenspitze 2481m
Die Autos fahren zum Parkplatz beim Gasthof Waldesruh. Auf der recht langen Forststraße zur Kastenalm. Im Tal sind jetzt Wolken und hoch über uns, und auch die umliegenden Berge wie der Tribulaun wollen sich nicht zeigen. Gleich hinter der Alm links hoch und durch weites Gelände zum Südost-Ausläufer der Rötenspitze. Der weitere Anstieg ist schneearm, also wird darauf verzichtet.
Eine meist pulvrige Abfahrt ermöglicht so manchen Flow, die Straße mit ihrem harten Schnee nervt allerdings.


Niedererberg 2196m
Wieder hängen die Wolken tief. Vom Hotel aus tragen wir ein paar Minuten lang die Ski bis zum Eingang des Fraderbachtals. Ein fest installierter LVS Check Point prüft hier. Auf der Straße neben dem Bach schieben wir dann die Ski hinauf zu den Alm-Wiesen. Nach links hoch durch einen engen Waldgürtel. In weitem Gelände steigen wir anschließend auf zum Kunstwerk, dem Gipfelschneekreuz. Keine Fernsicht wegen der Wolken, aber immerhin gute Nahsicht. Ein Sonnenstrahl beleuchtet makellos weiße Hänge, fast wie in Island, was aber nichts über die Schneehöhe aussagt.
Wieder runter. Nach dem Geholze im Wald nehmen wir bei der Alm die linke Straße zur Haidegger Alm, und am Ende erwartet uns noch ein netter Hang.


Sattelberg 2115m
In Vinaders fahren wir hinauf bis zum romantischen Parkplatz unter der Autobahnbrücke.
Auf der ehemaligen Skipiste steigen wir hoch, ignorieren die Sattelalm, und dann weiter auf und neben der Piste bis zum Gipfelkreuz. Auch jetzt, bei vielen grauen Wolken, eine grandiose Tiefsicht nach Norden Richtung Innsbruck. Und der eisige Föhn tobt. Gernot meint, wir könnten ja nach Norden abfahren, und er hat recht, unberührter Pulver führt uns hinab zu einer Forststraße, die uns zur Sattelalm führt, die nun nicht ignoriert wird. Der Rest ist Abfahrt auf breiter Schneise. Die Brücke hat getropft, das Auto schaut aus wie gepöckelt.


Grubenkopf 2337m
Die Sonne lacht, und wir lachen mit. Wieder ist die Waldesruh am Straßenende der Ausgangspunkt. Am Obernberger See vorbei führt der Aufstieg in einen gewaltigen Talkessel, eingerahmt von Obernberger Tribulaun, Grubenkopf und Hoher Lorenzenberg. Noch vor dem Grubenjoch biegen wir rechts ab zum Gipfelkreuz. Gernot meint, wir könnten ja nach Nordosten abfahren, und er hat recht, unberührter Pulver erwartet uns. Und er lotst uns sicher weiter zum See hinunter und zur Waldesruh.


Allerleigrubenspitze 2131m
Wieder tragen wir die Ski zum Beginn des Fradertals. Auf der Forststraße bis zur bereits bekannten Haideggeralm mit der Eiszapfen-Formation. Dann geht’s direkt im Wald hoch. Neue Erfahrungen: Unter dem Schnee liegende Wurzeln machen den Aufstieg zur Rutschpartie, und Baumstämme blockieren die Spitzkehre. Viel gelernt. Auf dem höchsten Punkt, umgeben von allerlei Gruben, fahren wir noch kurz hinab zum Kreuz, es soll ja auch von unten sichtbar sein. Die Abfahrt zum Obernberger See führt über Alpenrosen und durch tiefen Pulver und endet in der Waldesruh, wo wir auf den Bus warten.


Eine angenehme Woche.
Mit Gernot, Florian, Helena, Hermann, Michael, Sandra, Teresa, Ute und Wolfram.