Tscherms – Südtirol

Mittwoch
Ankunft im Hotel Löwenwirt in Tscherms. Alles ist gut, beim Abendessen wäre aber eine Steigerung möglich. Immerhin, am Samstag werden Kastanien und Sußer spendiert, es ist Törggelen-Zeit.

Der Himmel ist grau, mit Wolken verhangen. Wir fahren dennoch von Lana aus hoch mit Seilbahn und Sessellift zum Vigiljoch und drehen eine Runde über die Kapelle und die Schwarze Lacke.

Donnerstag
Orenknott 2257m – Ötztaler Alpen
Der Orenknott ist kein Gipfel, sondern ein Aussichtspunkt hoch über dem Vinschgau, „Knott“ bedeutet im Südtiroler Dialekt „Fels“. Die Texelbahn in Partschins überwindet die 900 Hm ohne Stütze, es ist eine Fahrt in die Wolken. Von der Bergstation gehen wir kurz hoch zum Gasthof Giggelberg. Und hier steht ein Wegweiser zum Orenknott. Oben angekommen verschwinden die Wolken, eine hohe Bewölkung bleibt jedoch.
Hinter uns steilen sich die Berge der Texel-Gruppe auf, und vor uns liegt eine 180° Sicht, links beginnend mit Sella-Gruppe, Lang-+Plattkofel, Marmolata und rechts endend mit dem schneebedecktem Hasenöhrl.
Beim Abstieg zweigt bald nach rechts ein markierter Steig ab, allerdings ohne Wegweiser, auf einem Felsen unterhalb sind die Buchstaben HOCHF gerade noch zu erkennen. Der Steig führt uns hinab zur Orenalm und mündet hier in den Weg nach Hochforch. Rast in der Jausenstation. Auf dem Meraner Höhenweg geht’s mit leichtem Gegenanstieg zurück zur Seilbahn.

Freitag
Vellauer Felsenweg + Hans-Frieden-Weg
Der Wetterbericht verspricht erst am Nachmittag Besserung. Also heute kein Gipfel. In Dorf Tirol befindet sich auch die Hochmuth-Seilbahn, die uns hinaufträgt zum Beginn des Vellauer Felsenwegs. Wir spazieren hoch über Meran mit entsprechender Aussicht – die Wolken sind zum Glück über uns – hinunter nach Vellau und zur Talstation des seltenen Korblifts, wir springen auf. Auf der Leiteralm wird eine Rast eingelegt, Lift-Fahren strengt an. Die Wolken haben sich inzwischen aufgelöst, und wir gehen auf dem Hans-Frieden-Weg, sozusagen ein Stockwerk höher als der Felsenweg, hinüber zur Bergstation der Hochmuth-Bahn.

Samstag
Großer Ifinger 2581m – Sarntaler Alpen
Es gibt zwei Ifingers, den Großen und den Kleinen, der Kleine ist eine Mini-Erhebung neben dem Großen.
Die Seilbahn Meran 2000 erspart uns 1250 Hm Aufstieg. Auf breitem Fahrweg umrunden wir die beiden Ifingers, bis links der Weg über die Wiesen abzweigt und steil hinaufführt auf den breiten Kamm zwischen Ifingers und Kuhleitenhütte. Weiter nach links bis kurz unterhalb vom Kleinen. Hier beginnt der Klettersteig und das Drahtseil. Eine einfache Querung, das Drahtseil wird zu einem dicken Kletterseil – schlecht zu greifen, eine 4m hohe Steilstufe ist eine Herausforderung, und eine schräge Platte macht Spass.
Schon wieder eine Super-Sicht. Ins Vinschgau, ins Ultental, auf Meran, in die Dolomiten …
Der Abstieg wird unterbrochen von einer Rast, einer längeren Rast in der Kuhleitenhütte. Dann gehen wir wieder über die Wiesen hinunter zur Bergstation. Die Talfahrt hat ihren eigenen Reiz, nahezu senkrecht hinab über großer Tiefe.

Sonntag
Sarner Weißhorn 2705m – Sarntaler Alpen
Das Penser Joch ist der Ausgangspunkt. In einer langen Querung nähern wir uns dem markanten Horn. Unter uns liegen die beiden Steinwandseen, wir steigen hoch ins Gerölljoch. Beim Gipfelsturm kann das Drahtseil durch die Felsen hinauf helfen. Leicht ausgesetzt ist es auch.
Beim Erreichen des Gipfelgrates stockt dann der Atem, die Aussicht ist unbeschreiblich, 360°.
Der Blick wird nur durch die Erdkrümmung begrenzt.


Mit Rosi.